16.
Dezember

Subjektive Wahrnehmung

Wir alle sind geprägt durch unsere Erziehung und unsere Erfahrungen, die wir innerhalb unseres Lebens gemacht haben. Diese lassen Dich die jeweilige Situation oder eine andere Person wahrnehmen.

Was dann meistens (fast immer) passiert ist, dass wir von der Wahrnehmung in die Bewertung rutschen.

Aber beachte…..Diese Bewertung ist stets subjektiv und bringt ein großes Konfliktpotential mit sich, denn diese (Deine) subjektiven Bewertungen führen ganz schnell zu einer Beurteilung und nicht zuletzt zu einer Verurteilung.

Ein ganz banales Beispiel aus unserem Alltag:

  • Du bist zur Pünktlichkeit erzogen und ein Kollege kommt jeden Tag zu spät. Was geht in Deinen Gedanken vor? „Unverschämt, ignorant, denkt er, er ist etwas Besseres? So verhält man sich doch nicht! Das ist ungerecht!“ usw. usw. Im Zweifel machst Du Dir jetzt ein Bild von dem Kollegen, er fällt in Ungnade, Du verurteilst ihn als ignoranten Zuspätkommer und er hat gar keine Chance mehr in  einem guten Licht für Dich dazustehen.
  • Du siehst jemanden mit einer Frisur, einem Kleidungsstil etc. mit welcher/m Du nie auf die Straße gehen würdest und schwupps rutschst Du im Zweifel in die Bewertungsschlaufe „Wie kann man denn nur so rumlaufen? Hat die keine Freunde, keinen Spiegel?“ etc.
  • Weil Du so empathisch und hilfsbereit bist, bleibst Du bei Bedarf auch mal etwas länger auf der Arbeit oder übernimmst Dienste und Aufgaben. Deine Kollegin verlässt pünktlich zum Feierabend das Haus und wenn man sie mal nach einem Entgegenkommen fragt, traut sie sich doch tatsächlich nein zu sagen. Was geht in Deinen Gedanken vor – „wie unverschämt, wie egoistisch, ich würde das nie machen, ich fand sie schon immer doof, die traut sich was“ usw….

 

Du hast bestimmt im beruflichen und privaten Umfeld Menschen, die Dir nicht so sympathisch sind und Du kannst Dir gar nicht erklären warum das so ist.

Das liegt an Deiner subjektiven Wahrnehmung, denn dieser Mensch löst irgendetwas bei Dir aus, was Du für Dich nicht so machen, so sagen, so tragen, so verhalten würdest. (Zur Erinnerung: weil Du nicht so geprägt, erzogen bist und andere Erfahrungen gemacht hast).

Und so könnte ich noch unzählige Beispiele aus dem Alltag nennen, die Du alle bestimmt kennst.

  • Jemand geht bei Rot über die Straße – „das macht man doch nicht, da stehen Kinder, was für ein schlechtes Vorbild“.
  • Ein anderer Autofahrer nimmt Dir die Vorfahrt
  • Ein Frau drängelt sich an Dir vorbei in den Bus
  • Du stellst Dich brav hinten an der Schlange an und jemand anderes geht einfach an der Seite vorbei, um ganz vorne zu sein
  • Jemand geht vor Dir durch eine Tür und lässt sie Dir fast an den Kopf fallen
  • Ein Kunde äußert eine Beschwerde
  • Deine Nachbarn hören immer zu laute Musik……

…was für Gedanken und Gefühle ploppen bei Dir auf, wenn Du das liest?

 

All diese Beispiele sollen Dir zeigen, wie schnell ein Auslöser im Außen bei DIR zu Unverständnis, Ärger, Frust, Wut, Stress etc. führt, denn in Deiner eigenen Wahrnehmung hat das ja so und so zu sein. Man projiziert seine eigenen Erwartungen und Verhaltensweisen auf andere und wird eigentlich immer enttäuscht. Derjenige oder die Situation wird abgestempelt, in eine Schublade gesteckt und hat kaum eine Chance, da wieder raus zu kommen.

Ich könnte 5 Menschen fragen, was für sie blau ist (eigentlich weiß ja wohl jeder, was blau ist und wie es aussieht) und wir hätten mit Sicherheit 5 verschiedene Blau.

Mein Impuls, den ich Dir geben möchte:

Bedenke immer, dass die Situation oder der andere Mensch nur der Auslöser ist, die negativen Gefühle und Gedanken entstehen bei Dir!

Jeder Mensch ist individuell aufgrund seiner Prägungen und Werte.

Das Ziel für Dich sollte sein, Dich nicht mehr aufzuregen und Deine Energie zu sparen also frage Dich ab sofort, immer dann wenn Du in die Bewertungsschlaufe rutschst und Stress hast:

„Ist meine Wahrnehmung und meine Bewertung jetzt gerade richtig und gerecht oder verurteile ich mein Gegenüber?“

 

Mir hat diese Erkenntnis und diese Frage in den letzten Jahren zu viel mehr Gelassenheit verholfen. Ich rege mich nicht mehr über ein vermeintliches Fehlverhalten auf, sondern Analyse meine eigenen Gedanken und Gefühle und treffe dann Entscheidungen für mich.

Probiere es aus, Du wirst sehen es funktioniert!

Eins muss ich aber noch anmerken. Dieses neue Wissen soll nicht dazu führen, dass Du ab sofort jedes Fehlverhalten entschuldigst. Wenn jemand immer unpünktlich ist, dann musst Du Deine Wahrnehmung ansprechen, denn sonst ist ein reibungsloser Ablauf nicht möglich.

Es soll Dir helfen, Dich zu reflektieren, gelassener zu werden, Dich weniger aufzuregen und selbstbewusster zu werden.

 

Und wenn Du merkst, dass es Dir sehr schwer fällt aus dieser Bewertungsschlaufe rauszukommen, dann melde Dich gerne bei mir, ich begleite Dich auf Deinem Weg.

Ich freue mich auf Deine Erfahrungsberichte und Erkenntnisse in den Kommentaren.

Glaub an Dich und Deine Stärken und sei stolz darauf!

Alles Liebe für Dich,

Deine Christina

 

PS.

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