11.
November

Welche persönlichen Voraussetzungen brauchst Du, um ein Team zu führen?

Jede Führungskraft hat sowohl eine leitende als auch eine führende Rolle auszufüllen.  Der Unterschied ist oft vielen nicht klar und dies führt nicht selten zu Unsicherheiten, Selbstzweifeln und Angst.

Ich kann Dir sagen, als ich als Führungskraft abgefangen habe, da war ich voll im Leitungsmodus. Ich dachte mir, so wie ich denke und so wie ich handle wird es schon richtig sein, ich bin ja schließlich kein unintelligenter Mensch und Empathie habe ich auch, das passt schon.

Weit gefehlt! Ich musste schnell feststellen, dass mein Team da nicht mitmacht, denn durch mein Leiten waren sie wie Marionetten und wer möchte schon ständig fremdbestimmt, an Strippen gehalten agieren? Niemand!

Und so musste ich mit der Führungsrolle intensiv auseinander setzen, um ein gut arbeitendes Team mit WIR-Gefühl aufzubauen.

Aber was ist überhaupt der Unterschied zwischen Leiten und Führen?

Bevor ich es Dir erkläre, hier noch ein kleiner Hinweis…

Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass beim Wort „Führen“ gezuckt wird. Dies liegt unweigerlich daran, dass wir in Deutschland aufgrund unserer Geschichte, dieses Wort negativ besetzen.

Falls auch Du dieses Zucken verspürt hast, dann bitte ich Dich, diesen Gedanken jetzt einmal zur Seite zu schieben. Mit diesem fachlichen Kontext hier ist etwas ganz anderes gemeint.

Wenn Du leitest, agierst Du folgendermaßen:

  • Du gibst Handlungen, Arbeitsabläufe und Vorgehensweisen vor.
  • Du leitest an, wie etwas gemacht wird (Auflagen „von oben“, unverhandelbare Regeln, etc.).
  • Deine Mitarbeiter arbeiten anweisungsorientiert.

Der vermeintliche Vorteil ist, dass es sehr schnell geht und das Wie und Was ist klar definiert.

Allerdings wird es dann nicht lange dauern, bis in Deinem Team Konflikte durch ein fehlendes, erklärtes „Warum“ entstehen. Deine Mitarbeiter verlieren die Motivation, die Identifikation mit ihrer Arbeitsstelle und ein hoher Krankenstand bzw. viel Fluktuation wird die Folge sein.

Beim Führen hingegen:

  • Erklärst Du das „Warum“ und den Sinn von Abläufen, Entscheidungen, Handlungen
  • Du agierst mitarbeiterorientiert

Das führt dazu, dass alle im Team mitbeteiligt sind und einen gleichen Kenntnisstand haben. Der Sinn der Tätigkeit ist klar und führt dazu, dass Deine Mitarbeiter zufriedener sind, sie identifizieren sich mit ihrer Arbeitsstelle, sind gerne ein Teil des Teams, können Mitbestimmen und der Krankenstand und die Fluktuation wird geringer.

Wenn es so einfach ist, warum praktizieren es so wenig Führungskräfte?

Das liegt daran, dass führen immer zeitaufwendiger ist als leiten. Du musst beobachten, Potenziale erkennen, delegieren, viel erklären und oft nochmals erklären und das ist aufwendig und oft nervig. Und man musst loslassen können!

„Dann mach ich es doch lieber alleine“ und schwupps, hast Du das Zepter wieder in der Hand, bist im Leitungsmodus und hast keine Zeit mehr für Deine eigenen Führungsaufgaben. Die Folgen sind bekannt.

Was für Dich und Deine Rolle wichtig ist:

Wie schon oben beschrieben, gehören immer beide Aspekte zu einer guten Teamführung. Es gibt Dinge, da leitest Du an. Du bist dafür verantwortlich Vorgaben weiter zu geben und Prozesse anzuschieben und nicht alle Dinge müssen für das Team transparent gemacht werden. Da kommst Du ums Leiten nicht herum.

Aber ein gut funktionierendes Team braucht unbedingt einen Leader (auf Englisch klingt es einfach besser als in Deutsch 😊)!

So, und wenn Du Dich nun fragst – leite ich noch oder führe ich schon, dann reflektiere doch mal, ob Du folgende Voraussetzungen schon erfüllst?

7 Voraussetzungen für eine teamorientierte Führung:

Erfüllst Du diese Voraussetzungen für Führung?

Ich kann gut mit Nähe und Distanz arbeiten und umgehen. Ich kann mich gut abgrenzen

Ja

Nein

Ich kann loslassen und gut delegieren.

Ja

Nein

Ich habe ein gutes Selbstvertrauen.

Ja

Nein

Ich habe eine gute und realistische Wahrnehmung.

Ja

Nein

Ich kann begeistern und motivieren

Ja

Nein

Ich kann mich klar ausdrücken

Ja

Nein

Ich bin konsequent.

Ja

Nein

Natürlich gibt es noch viel mehr darüber hinaus aber diese 7 Voraussetzungen sind eine wichtige Grundlage für Deine Führungstätigkeit.

Wenn Du jetzt einige Punkte mit „Nein“ beantwortet hast, und vielleicht so Gedanken wie: „kann ich das überhaupt? Bin ich gut genug für diesen Job?“, dann melde Dich bei mir, denn Du kannst alles lernen, vorausgesetzt Du willst es.

Ich hatte am Anfang meiner Führungstätigkeit total viele „Neins“ und hätte den Job fast hingeschmissen. Aber zum Glück hatte auch ich einen Mentor, der mir gezeigt hat, wie viel Spaß Führen machen kann. Ich begleite Dich gerne auf Deinem Weg. Schau Dir meine Coachingpakete an und wenn es für Dich an der Zeit ist, melde Dich gerne.

Und hier noch mein Fazit:

Führen kannst Du nur, wenn Du von Deinem Team akzeptiert und respektiert wirst, ohne Zustimmung Deiner Mitarbeiter zur Führung kannst Du nur leiten.

Also, sei selbstbewusst und klar und glaube an Dich und Deine Fähigkeiten! Und wenn ich Dich unterstützen darf, dann melde Dich gerne bei mir.

Alles Liebe für Dich,

Deine Christina

 

PS.

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