14.
Oktober

Wie Du über Dich denkst, so wirst Du führen! Wie sich Glaubenssätze auf die (Selbst)Führung auswirken.

Ich bin mit 2 Geschwistern aufgewachsen, ich bin das mittlere Kind, das „arme“ Sandwichkind. Als ob das noch nicht schlimm genug ist, bin ich auch noch die einzige in meiner Familie mit blonden Haaren und blauen Augen.

Und egal, wo ich als Kind hin kam, ich hörte immer den gleichen Spruch: „Na, Du bist doch vom Postboten, oder?“ Alle anderen lachten, es war ja nicht böse gemeint. Selbst mein Vater äußerte ein paar Mal seine Zweifel daran, ob ich denn wirklich seine Tochter sei. Natürlich war auch das nur so unbedarft dahin gesagt und nicht ernst gemeint.

Aber ich wuchs auf mit der Wahrnehmung, dass ich irgendwie anders war, dass ich nicht dazu gehörte, dass ich außen vor war und in meiner kindlichen Wahrnehmung war ich auch nie so klug, so schön und so präsent wie meine Geschwister. In meinem Unterbewusstsein setzte sich der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ fest.

Glaubenssätze entstehen in den ersten Lebensjahren, denn hier bildet sich unser Gehirn mit seinen kognitiven Strukturen, das erklärt, warum gerade die Erfahrungen, die wir mit unseren Eltern und in unserer Kindheit machen, so besonders prägend sind. Unser Umfeld, indem wir aufwachsen prägt uns,  indem wir wahrnehmen, wie unsere Bezugspersonen mit uns umgehen, bzw. was sie uns vorleben. Unser Selbstwertgefühl und das Vertrauen in andere Menschen und in uns selbst entsteht.

Die Glaubenssätze graben sich fest ins Unbewusste ein und so nehmen wir sie mit, während wir aufwachsen und älter werden. Je älter wir werden, desto stärker beeinflusst dieses Unbewusste unser Denken, Fühlen und Handeln immens. Diese negative Gedanken spiegeln Dir eine falsche Wirklichkeit vor.

Was Du unbedingt wissen musst ist, dass es sich bei diesen Glaubenssätzen nicht um die Wahrheit handelt, sondern um das, was Du subjektiv gesehen – aufgrund Deiner Prägungen/Erziehung für Deine Wahrheit hältst. Dadurch ist Deine Wahrnehmung verzerrt und Du bekommst auch Deinen Glauben über Dich selbst immer wieder bestätigt.

Auch während meines Aufwachsens bestätigte sich immer wieder mein Glauben an mich selbst „ich bin nicht gut genug“, in dem mir von außen Situationen „geschickt“ wurden, die dies (vermeintlich) bestätigten. Und wenn ich heute reflektiere, so ist mein Leben wirklich ganz anders verlaufen, als das meiner Geschwister.

Ich bin die Einzige, die nicht gut Fremdsprachen spricht, ich bin die Einzige ohne Abitur, obwohl ich eine sehr gute Schülerin war, ich habe keine Kinder und auch kein Eigenheim, so wie meine Geschwister. Ich war nie so mutig, habe mich nichts getraut. Viele (zu viele) Jahre habe ich es darauf geschoben, dass ich halt nicht so gut bin wie die beiden und gegenüber meinen Eltern habe ich mich immer wie eine Versagerin gefühlt. Sie haben das nie zu mir gesagt oder mich spüren lassen, meine kindliche Wahrnehmung bzw. mein Unterbewusstsein hat mich so denken lassen.

Und erst, als ich mich mit meinen Glaubenssätzen beschäftigt und sie durch Unterstützung von außen, durch Coaching, aufgelöst habe, wurde mir sehr schmerzhaft bewusst, wie viele Jahre meines Lebens ich meine Potenziale nicht rauslassen konnte, weil ich es mir selbst nicht zugetraut habe.

Und ich habe auch gemerkt, wie bereichernd es sein kann, seine negativen Glaubenssätze zu „eliminieren“. Heute glaube ich nicht mehr daran, heute kann ich voller Stolz behaupten „ich bin gut wie ich bin und stolz darauf“ und gehe ständig große Schritte aus meiner Komfortzone heraus und habe auch noch Spaß daran! Aber das war ein langer und tränenreicher Weg.

Glaubenssätze sind nicht nur negativ. Grundsätzlich schützen sie uns und geben uns eine Richtung vor, denn es sind ja Überzeugungen über sich selbst, an die man glaubt!

Erst wenn Du merkst, dass Du Dir selber immer wieder Steine in den Weg legst oder einfach nicht von der Stelle kommst, Dich nicht weiterentwickelst und Dich nicht traust aus Deiner Komfortzone heraus zu treten, dann ist es an der Zeit Dich mit Deinen Glaubenssätzen auseinander zu setzen, denn es sind die negativen Glaubenssätze, die Dir das Leben schwer machen.

Wie willst Du Dich selbst und vor allem dann ein Team führen, wenn Du schlecht über Dich denkst? Wenn Du denkst, Du bist keine gute Führungskraft, wenn Du denkst, dass Du nicht gut genug für diesen Job bist?

„Ob Du denkst Du kannst es oder ab Du denkst, Du kannst es nicht, Du wirst immer recht behalten“

Ich liebe diesen Spruch von Henry Ford, denn er ist so wahr.

Aber – und das ist der Impuls, den ich Dir mitgeben möchte – es ist nie zu spät für eine Veränderung! Du hast es in der Hand.

Analysiere Deine Glaubenssätze:

Höre Dir mal aufmerksam zu, welches die Sätze sind, die Du Dir selber sagst. Immer dann, wenn Du mit Dir selber redest, schimpfst, haderst oder an Dir selbst zweifelst, ploppen sie auf.

Und immer dann, wenn Du sie hörst, frage Dich: ist das wirklich zu 100 % wahr?

  • Ist das wirklich zu 100% wahr, dass ich nicht gut genug bin?
  • Ist das wirklich zu 100% wahr, dass ich in Mathe eine Niete bin?
  • Ist das wirklich zu 100% wahr, dass ich nichts wert bin?
  • Ist das wirklich zu 100% wahr, dass ich alles alleine schaffen muss?
  • Ist das wirklich zu 100% wahr, dass ich nicht Nein sagen darf?

 

Und dann ist die Antwort eigentlich immer (und hoffentlich) ein “Nein, das ist nicht wahr“.

Diese Tatsache nimmt dem Glaubenssatz die Macht und Du bist handlungsfähig.

Probiere es mal aus und wenn Du merkst, dass Dir Deine Glaubenssätze das Leben schwer machen, dann melde Dich gerne bei mir, ich begleite Dich auf Deinem Weg.

Ich freue mich auf Deine Erfahrungsberichte und Erkenntnisse in den Kommentaren.

Glaub an Dich und Deine Stärken und sei stolz darauf!

Alles Liebe für Dich,

Deine Christina

PS.

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Kommentare:
  1. Date 20. Oktober 2019
    Author Von:Christina Becker

    Liebe Paulin,

    vielen lieben Dank für Dein liebes Feedback, das freut mich wirklich sehr.

    Liebe Grüße an Dich.

    Christina

  2. Date 17. Oktober 2019
    Author Von:Paulin

    Liebe Christina,
    ich freue mich wenn mein Rmail Fach klingelt und ich dort Post von dir lese.
    Toll was und wie du es schreibst.
    Ich Danke dir dafür.

    Liebe Grüße Paulin


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