07.
Oktober

In meiner Praxis erlebe ich es immer wieder: Die meisten Führungskräfte wurden nicht auf Ihre Führungsrolle vorbereitet. Meist sind es die eigenen Verhaltensmuster/-Prägungen, schlechte bzw. mangelnde Erfahrung, eine hohe Ausprägung von Empathie und einfach Versagensangst, die zu Unsicherheiten, fehlender Klarheit und Inkonsequenz führen.

Dies verhindert, dass die Führungskraft selbstbewusst & professionell ihre Rolle ausführen kann, nicht selten wird die eigene Kompetenz in Frage gestellt.

Doch ein Team benötigt eine Führung, die konsequent, klar und bestimmt handelt. Nur so wissen alle Beteiligten, innerhalb welcher Regeln, Standards und Voraussetzungen sie sich „bewegen“ können, das verschafft Sicherheit und Zufriedenheit im Team.

Fakt ist:

Als Führungskraft wird niemand geboren. Sich zu reflektieren und die Frage zu stellen, wie das eigene Selbst in Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit bzw. Führungsrolle steht, ist ein notwendiger und dauerhafter Prozess!

Je bewusster Du Selbstreflexion betreibst, umso wirkungsvoller kannst Du Veränderungen und neue Herausforderungen in beruflichen (und übrigens auch im privaten) Kontext annehmen und bewältigen.

Die Hoffnung, Dein privates und berufliches Gesicht voneinander trennen zu können ist leider hinfällig.

Du kannst Dich nicht den ganzen Tag verstellen, denn Deine persönliche Seite beeinflusst Dein Fühlen, Denken und Handeln den ganzen Tag. Wenn es Dir aufgrund einer privaten Situation nicht gut geht (Bsp. Familienkummer), wirst Du es vielleicht schaffen, Dich ein oder zwei Tage zu verstellen, aber irgendwann wird es sich Gehör verschaffen und im schlimmsten Fall landest Du im Burnout.

Ich kann Dir sagen, als ich angefangen habe als Führungskraft zu arbeiten, war ich sehr schnell total überfordert und habe so stark daran gezweifelt, ob ich diesen Job wirklich schaffe.
Mein Chef hatte mich ja schließlich eingestellt, also ging er natürlich davon aus, dass ich mir das auch zutraue. Hatte ich ja auch aber als es dann losging kam die große Angst vor der eigenen Courage.

Gerade letzte Woche erwähnte mein Vater im Gespräch, wie gut er sich noch daran erinnern konnte, wie ich bei ihm im Wohnzimmer saß und überlegt habe den Job aufgrund meiner großen Selbstzweifel hinzuschmeißen. (Er wird nicht müde, mich immer wieder daran zu erinnern 😉).

Aber das ist die Vergangenheit und ich habe mich meiner Angst und Unsicherheit gestellt und bin heute so froh und dankbar über diese ganzen Erfahrungswerte und Learnings.

Und das soll auch mein Impuls für Dich heute sein:

Gib nicht auf! Hadere nicht mit Dir, sondern schau mal genau hin, woher diese Zweifel kommen und ob sie begründet sind! Und dann geh los!

Was kannst Du genau tun?

Hier habe ich für Dich:

4 Tipps für die Übernahme einer Führungsrolle:

1. Sei ehrlich zu Dir selbst.

Es ist vollkommen in Ordnung und auch authentisch, wenn Du Dir gegenüber „zugibst“, dass Du Sorgen und Ängste (Stressoren) bezgl. Deiner Führungsrolle hast. Ich empfehle Dir, all diese Gedanken aufzuschreiben, und Dich dann ganz ehrlich zu fragen, ob dieser Gedanke wirklich der Wahrheit entspricht (Ist dies wirklich wahr? Ist die Angst/Sorge berechtigt?) oder ob das nicht der innere Kritiker ist, der da aus Dir spricht.

Schreib alles auf, auch wenn die Gedanken für Dich vermeintlich noch so banal scheinen. Es sind DEINE Gedanken und die sind wichtig. Und dann schreibe daneben, welches Gefühl dieser Gedanke auslöst.

Durch das „schwarz auf weiß“ wird es Dir bewusster und Du kannst viel besser reflektieren!

2. Was bringst Du mit?

Warum glaubst Du, dass Du eine Führungsrolle übernehmen kannst? Was bringst Du an Erfahrung, Eigenschaften, Stärken, Fach- und Methodenkenntnissen mit? Schreib alles auf, was Dir einfällt, Du wirst sehen, es löst sofort positive Gefühle aus.
(Es sei denn, Du denkst jetzt:“ Hmm irgendwie fällt mir nichts ein, dann melde Dich sofort bei mir und buche ein Coaching 😊)

3. Wofür bist Du angetreten?

Mach Dir doch mal Gedanken darüber (und schreib es auf), warum Du eine Führungsrolle übernehmen willst, bzw. warum Du sie übernommen hast?

  • Welche Ziele verfolgst Du?
  • Was ist Deine Vision von Deinem Team?
  • Welche Erwartungen hast Du an Dich?
  • Welche Erwartungen werden von außen an Dich gestellt (vom Chef, von den Mitarbeitern)?
  • Stimmen diese Erwartungen überein?

 

4. Kläre die Erwartungen ab!

Kennst Du die Erwartungen Deiner Mitarbeiter an Dich? Kennen Deine Mitarbeiter die Erwartungen an sie?

Deine Erwartungen entstehen aufgrund eigener Erfahrungen, Deiner Werte und Deiner Prägung. Oft erwarten wir von anderen ein Verhalten, das unserem gleich ist und haben dann wenig Verständnis, wenn es anders umgesetzt wird als wenn wir es selbst machen. Das führt fast immer zu Enttäuschung und birgt ein großes Konfliktpotential.

Setz Dich mit Deinen Mitarbeitern zusammen, um Deine Erwartungen mitzuteilen und die Erwartungen von ihnen zu erfahren.

Aber Achtung! Verspreche nichts, was Du nicht halten kannst, sonst wirst Du später garantiert darauf „festgenagelt“!

Fazit:

Je bewusster Du Dir einen Spiegel vorhältst und weißt, wer Du bist, was Du mitbringst und was Dir wichtig ist, umso entspannter, selbstbewusster und zufriedener wirst Du Deine Führungsrolle ausüben können. Du bist motivierter und automatisch ist es Dein Team auch.

Nur wenn Du Dich selbst führen kannst, kannst Du andere führen!

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Reflektieren und beim Umsetzen der Tipps, freue mich auf Deinen Kommentar und wenn Du Unterstützung brauchst melde Dich gerne bei mir, ich begleite Dich auf Deinem Weg zur selbstbewussten Leitungspersönlichkeit.

Du möchtest Dich mit anderen Führungskräften austauschen und weiterbilden? Dann komm zu meinem Seminar „Schluss mit der Unsicherheit, ab jetzt wird geführt! – Der Weg zur selbstbewussten Leitungspersönlichkeit.“ am 28. & 29.10.2019 in Berlin.
Hier findest Du alle wichtigen Informationen.

Ich freue mich auf Deine Erfahrungsberichte und Erkenntnisse in den Kommentaren.

Glaub an Dich und Deine Stärken und sei stolz darauf!

Alles Liebe für Dich,

Deine Christina

PS.

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