30.
September

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie Deine Sinne die selbstbewusste Führung beeinflussen?

Ich schätze mal, die Antwort ist „Nein“. Dabei ist das ein relevanter Aspekt, denn nicht selten führen die Sinneswahrnehmung zu Missverständnissen und Konflikten.

Wie oft regst Du Dich in Deinem Alltag darüber auf, dass jemand anderes oder Deine Mitarbeiter etwas nicht gesehen, nicht gehört oder nicht gefühlt hat? Wie oft spürst Du Unverständnis und denkst: „das muss man doch sehen“ oder „das hört man doch!“ oder „spürst Du das denn nicht?“

Dann habe ich heute eine Erklärung für Dich.

Kommen Dir folgende Situationen bekannt vor?

  • Du sitzt, zum Beispiel in einem Kaffee, und beobachtest, wie das Servicepersonal beim Hin- und Her-rennen ständig über eine Gabel läuft, die auf dem Boden liegt und Du denkst“ „sehen sie das nicht?“ Am liebsten würdest Du aufspringen und die Gabel aufheben.
  • Du machst Aushänge, schreibst E-Mails, lädst zu einer Informationsveranstaltung via Infoboard ein aber kaum einer nimmt Anteil und Du denkst: „Das kann doch nicht sein, ich habe doch alles extra aufgeschrieben, liest denn das keiner?
  • Du bist mit einer Freundin im Kino und hinter Dir wird Popcorn gegessen. Du kannst Dich gar nicht mehr auf den Film konzentrieren und danach erzählst Du Deiner Freundin, wie genervt und abgelenkt Du von diesem Geräusch warst und sie antwortet: „ich habe das gar nicht gehört“.
  • Ich erlebe es immer wieder, dass ich total empfindlich auf Gerüche reagiere und wenn ich äußere, wie komisch es hier riecht, schauen meine Freunde immer ganz verwundert, weil sie das gar nicht wahrnehmen.

 

Wenn Du Dich jetzt wiedererkannt hast, dann habe ich einer gute Nachricht für Dich, Du leidest nicht an einer Wahrnehmungsstörung 😊.

Diese Beispiele sollen Dich dafür sensibilisieren, dass jeder Mensch ein anderer Sinnestyp ist und die Welt mit seinem Hauptsinn wahrnimmt. Diese individuelle Sinneswahrnehmung ist ganz oft Auslöser von Konflikten und Unverständnis und Stress entsteht.

Im beruflichen Kontext äußert es sich so, dass Du Stress hast, weil vielleicht Deine Mitarbeiter etwas vermeintlich nicht gehört oder gesehen haben. Im schlimmste Fall zweifelst Du an Dir selbst und eine selbstbewusste Führung ist dadurch nicht möglich.

Was für ein Sinnestyp Du bist, kannst Du gleich mal testen:

Bist Du der AUDITIVE, der die Welt mit den Ohren und hörend wahrnimmt? Dann wirst Du so Worte nutzten wie: „Das hört sich gut an, das klingt gut“. Du bist der der Hörbuch oder Podcast Typ, reagierst eher auf (laute) Geräusche.

Bist Du der VISUELLE, der die Welt über die Augen und sehend wahrnimmt? Dann wirst Du Worte nutzen wie: „Das sieht gut aus, das schaue ich mir gerne an“. Du bist derjenige, der eine visuelle Harmonie benötigt, der gerne liest oder Filme etc. schaut, reagierst eher auf das, was Du siehst.

Bist Du der KINÄSTHET, der die Welt über das Körpergefühl (taktil) wahrnimmt? Dann  wirst Du so Worte nutzen wie: „Das fühlt sich gut an, ich kann das spüren“. Du bist derjenige, der körperbezogene Tätigkeiten, wie Yoga, Meditation, Tanzen vorzieht, um sich auszudrücken. Körperkontakt, Nähe und Distanz sind Dir sehr wichtig und Du reagierst körperlich sensibel.

Das sind unsere 3 Hauptsinne und dann nimmst Du die Welt natürlich noch über das Riechen (OLFAKTORISCH) und über das Schmecken (GUSTATORISCH) wahr, das sind unsere unterstützenden Sinne.

Jeder Mensch ist ein Mischtyp und das Wissen darum ist so wichtig für Deine selbstbewusste Führung, denn es erklärt, warum Dein Umfeld Dinge anders wahrnimmt als Du selbst.

Nochmal: Wie oft ertappst Du Dich bei Gedanken wie: „Hat er das nicht gesehen? Merkst sie das nicht? Hört sie mir nicht zu? Das muss man doch sehen!“ Usw.

Noch ein Beispiel:

Meine Eltern sind seit 50 Jahren verheiratet. Mein Vater ist total auditiv, in mein Gedächtnis hat sich dieses Bild meiner Kindheit eingebrannt, wie mein Vater mit riesigen Kopfhörern auf der Couch sitzt. Meine Mutter ist der visuelle Typ, durch und durch. Da passt die Kette zum Schuh und dieser zur Jacke und diese zur Handtasche.

Und seit nun mehr 50 Jahren regt meine Mutter sich darüber auf, dass mein Vater Dinge nicht sieht. Und immer wenn sie unterwegs sind gibt es deswegen Stress. Sie so:“ schau mal die schönen Sonnenblumen“. Er reagiert nicht. Sie: „Bist Du blind, die sieht man doch!“. Nein, er sieht sie tatsächlich erst, wenn man ihn mit der Nase darauf stößt, da er auf einem anderen Sinneskanal wahrnimmt. Er würde eher sagen: Horch mal die Grillen, wie sie zirpen“ und meine Mutter würde sagen: „Grillen? Ich sehe keine Grillen!“.

Ich habe beiden versucht das Konzept der Sinneswahrnehmung zu erklären, aber ich glaube meine Mutter will sich aufregen, da ändere ich sie jetzt auch nicht mehr 😊

 

Es geht nicht darum ab sofort jedes Fehlverhalten zu entschuldigen, dass ist damit nicht gemeint. Natürlich gibt es in Deinem privaten und beruflichen Umfeld Menschen, die wollen es nicht sehen oder hören, das ist etwas anderes.

Nimm Du für Dich bitte folgendes Fazit mit:

Wenn Du Dich das nächste Mal aufregst, Stress hast o.ä., aufgrund eines Verhaltens, dass nicht zu Deinem Verhaltenskodex passt, dann frage Dich bitte ab sofort: „Nimmt dieser Mensch auf dem gleichen Sinn wahr wie ich?“ Bin ich vielleicht gerade ungerecht in meiner Beurteilung? Und dann sprich es an und äußere Deine Wahrnehmung.

Du wirst Dich wundern, was passiert, denn meistens hat der andere es wirklich nicht gesehen, gehört, gefühlt und durch das Ansprechen könnt ihr eine Lösung finden und Konflikte umgehen.

Und wer hat weniger Stress? DU! Und Du weißt, dass es mir immer darum geht, Dir Tipps zu geben, wie Du gelassener, entspannter und selbstbewusster wirst. Dann steht auch Deiner selbstbewussten Führung nichts mehr im Weg!

Und wenn Du merkst, dass es Dir sehr schwer fällt aus Deinem Stress rauszukommen, dann melde Dich gerne bei mir, ich begleite Dich auf Deinem Weg.

Du möchtest Dich mit anderen Führungskräften austauschen und weiterbilden? Dann komm zu meinem Seminar „Schluss mit der Unsicherheit, ab jetzt wird geführt! – Der Weg zur selbstbewussten Leitungspersönlichkeit.“ am 28. & 29.10.2019 in Berlin.
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Ich freue mich auf Deine Erfahrungsberichte und Erkenntnisse in den Kommentaren.

Glaub an Dich und Deine Stärken und sei stolz darauf!

Alles Liebe für Dich,

Deine Christina

PS.

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Ich freue mich auf Deine Erfahrungsberichte und Erkenntnisse in den Kommentaren.

 

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